Das Tanzen gehört zu allen
Festen, die in Guinea gefeiert werden. Überall da, wo Musik erklingt, wird getanzt. Der Tanz formt die Musik und die Musik den Tanz. Jeder tanzt: von jung bis alt, ob talentiert oder nicht, denn Tanzen ist in Guinea ein Teil des Lebens.

Fotos von Wojtek Peczek
Afrikanischer Tanz ist aber nicht gleich afrikanischer Tanz. Die kulturellen Unterschiede zwischen den vielen einzelnen Regionen dieses riesigen Kontinentes sind genau wie die vielen verschiedenen Tanzstile groß. Sogar innerhalb Guineas unterscheiden sich Musik- und Tanzstile von Gebiet zu Gebiet, von Ethnie zu Ethnie, von Rhythmus zu Rhythmus und zwischen Tradition und Moderne.
Traditionell hat jeder Rhythmus mindestens einen zu ihm passenden Tanzschritt, der von den Tänzern und dem Publikum immerwieder getanzt und variiert wird. Wechselt der Rhythmus, wechselt auch der Schritt. Jeder kennt die Rhythmen und die dazu passenden Schritte. Meist sind es nur kurze Tanzeinlagen. Jemand springt vor die Musiker, tanzt einen Schritt und springt wieder aus dem Kreis.

In afrikanischen
Ballets fließen traditionelle Tanzstile und moderne Choreographien zusammen. Hier werden komplizierte Tanzsequenzen einstudiert und für ein Bühnenprogramm zusammengestellt. Neben dem Gesang der Tänzer und Musiker begleiten Trommeln und andere
Instrumente wie z.B. Kora, Balafon oder Flöte das Tanztheaterstück dramaturgisch.
Mehr Informationen zum Tanz und zur Musik im westafrikanischen Kontext gibt es unter "
Hintergrund".
Hier sind einige Aufnahmen von Norma's Tanz